Scorp über: Classified – Handshakes & Middle Fingers

Einige Leser werden mich jetzt sicherlich hassen, aber vor “Handshakes & Middle Fingers” habe ich mir kein Album von Classified angehört. Vor 2 Jahren habe ich am Rande etwas von seinem letztem Album “Self Explanatory” gehört, aber mich nicht bewusst damit auseinandergesetzt. Da waren die Scheuklappen doch zu starr an meinem Kopf befestigt… Eigentlich kann [...]

Classified - Handshakes & Middle Fingers Artwork Cover

Einige Leser werden mich jetzt sicherlich hassen, aber vor “Handshakes & Middle Fingers” habe ich mir kein Album von Classified angehört. Vor 2 Jahren habe ich am Rande etwas von seinem letztem Album “Self Explanatory” gehört, aber mich nicht bewusst damit auseinandergesetzt. Da waren die Scheuklappen doch zu starr an meinem Kopf befestigt…

Eigentlich kann man als HipHop-Fan nicht um Classified herumkommen, releaste er doch bereits 13 Alben, “Handshakes & Middle Fingers” ist numero 14 und gleichzeitig sein zweites Majoralbum, bekam für sein Video “No Mistakes” einen MMVA-Award für “Best Rap Video” und erreichte mit seiner Single “Oh… Canada” in seinem Heimatland Kanada Platinstatus. Bei weitem also kein unbeschriebenes Blatt, aber irgendwie wollte er bislang nicht zu mir durchdringen.

Am 13. Mai ist sein neues Album auch endlich bei uns in Deutschland erschienen. Ich durfte es bereits vor einigen Wochen anhören und hatte somit genug Zeit mich mit ihm vertraut zu machen. Durch glückliche Umstände bin ich sogar in den Besitz von 2 Exemplaren gekommen, weshalb ich eines an euch verlosen möchte, dazu aber an anderer Stelle mehr!

Wo fange ich also am besten darüber an, über das Album zu sprechen. Zunächst einmal sei erwähnt, dass Classified, bürgerlich übrigens Luke Boyd, nicht nur für die Lyrics auf dem Tape, sondern auch für sämtliche Produktionen verantwortlich ist, weshalb sich ein roter Faden durch das musikalische Klangbild spannt. Zwar bin ich sonst kein großer Fan von zu vielen gesungenen Hooks, da viele davon aufgesetzt und herbeigezwungen wirken, hier allerdings passt alles zusammen. Ob es nun seine Lobeshymne auf Mary Jane ist (“High Maintenance”), seine Liebe zur Musik (“Passion”) oder der gemeinsame Track “Unusual” mit Joe Budden ist, die Hooks bringen die Extraportion Musik in die Songs und bleiben sehr stark im Ohr. Und glaubt mir, es gibt genug Singsang-Hooks auf dem Album!

Wo wir schonmal bei Joe Budden und “Unusual” sind: Diese selbstreflektierenden und persönlichen Songs gefallen mir am besten auf der Platte. Meiner Meinung nach muss das Intro, soweit auf einem Album vorhanden, unheimlich reinhauen muss damit der erste Eindruck sitzt. Diese Hürde nimmt Classified mit Leichtigkeit. Erinnerte mich im ersten Moment sehr stark an das Intro von Kent Moneys “Becoming”-Tape und das habe ich bekanntlich unzählige Male gehört. Das sind Gefühle in Zeilen verpackt, wie ich sie hören will. Gänsehautfeeling pur!

Ein Blick auf die Tracklist verrät uns, dass hier der Erfolg und die Verkäufe nicht mit Featuregästen erzwungen wird. Dort finden wir lediglich den bereits angesprochenen Joe Budden, Brother Ali mit einer wunderschönen Hook, Class’ Bruder Mike Boyd, der mich auf “They Don’t Know” trotz eingängiger Hook nicht überzeugen will, Kayo und Jim Cuddy, die zum Abschluss auf “The Hangover” auch ihren Senf zur Katerstimmung dazugeben dürfen. Schöner Abschluss des Albums, der hoffentlich keine weitergehende Bedeutung metaphorischer Natur hat.

Um den Kreis zum anfangs angesprochenen roten Faden zu schließen: Ich habe das Album oft gehört, als ich in der Sonne lag und entspannen wollte. Es eignen sich zwar nicht durchgehend alle Songs um zu entspannen, “Danger Bay” zum Beispiel, in welchem er u.a. die Folgen von Umweltverschmutzung und unserer sozialen Abstumpfung aufzeigt, aber erstellt man sich eine Playlist ohne diese Songs, kann man damit einen schönen sonnigen Nachmittag in einem Park sonnenbadend auf einer Decke verbringen.

Zum Schluss eventuell noch ein paar Worte zum Album an sich, also dem Hardcopy-Exemplar. Das Booklet ist nämlich gleichzeitig ein Poster und beinhaltet auch die Lyrics. Alles was Fan sich wünscht sozusagen. Hat mich positiv überrascht und würde ich kein penibler Mensch sein und alles möglichst im Originalzustand erhalten wollen, würde das Poster (Motiv ist das Albumcover) schon längst an einer meiner Zimmerwände hängen, da ich das Artwork unglaublich gelungen finde. Schaut es euch mal in Ruhe an, ihr werdet fasziniert sein was ihr alles entdeckt!

Soweit also mein kurzes Statement zu diesem Album. Um jetzt noch zum Gewinnspiel zurückzukommen: Ich habe wie bereits gesagt ein Exemplar zum verlosen. Alles was ihr dazu tun müsst, ist hier einen Kommentar zu hinterlassen. Egal was drinsteht, wichtig ist nur, dass ihr eine gültige Mail-Adresse angebt, damit ich euch im Falle eines Gewinns kontaktieren kann. Das Gewinnspiel lasse ich bis einschließlich dem 22. Mai laufen, also noch bis zum Sonntag.

Viel Spaß bei der Teilnahme und wie immer Danke für die Aufmerksamkeit :D

P.S.: Einwände gegen diesen völlig subjektiven Gedankenauszug meinerseits bitte an “Imnotinterestedin@trashmail.de” schicken. Danke sehr!

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Eigentlich ja Denis, 21 Jahre alt, SEO-Mensch und Gründer von PlayMuzikk.de. Deutschrap hin, Amirap her - keep it up! G-Punkt gefunden - Mission erfüllt!

Tags: 140 Zeichen, Featured, International, Scorp über... | 17. Mai 2011

Kommentare

  • insane sagt:

    super bericht und sehr starkes album :)

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  • Ron sagt:

    Top comment :) mach einfach weiter so + nen bischen mehr k.i.z und asher roth ;D

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  • Scorp sagt:

    Würde Asher mal endlich sein “Spaghetti Tree”-Album releasen oder wenigstens ankündigen oder sonstwas, würde er hier auch seinen Platz bekommen :D Und ja, K.I.Z….. War mir bislang zu uninteressant was da über ihr neues Album bekanntgegeben wurde.

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  • Andreas sagt:

    hätte ich gerne

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