Scorp über: Casper live im Atomic Café
Casper im Atomic Café in München. Exklusives Konzert. Karten nur per Gewinnspiel. 270 Gäste. Diese 4 Sätze lassen das Herz jedes Fans höher schlagen. Am Donnerstag spielte Casper ein exklusives Konzert hier im wunderbaren München und ich hatte das große Glück vor Ort gewesen zu sein.
Zunächst einmal sei erwähnt, dass ich nicht beim Amazon-Gewinnspiel gewonnen habe. Auch keiner meiner Freunde. Und auch bei der zweiten Verlosung über seine Facebook-Fanpage hat keiner gewonnen. Wer allerdings gewonnen hat: Fab. Einige von euch kennen ihn vielleicht unter seinem Twitter-/Künstlernamen SNKX, wenn nicht, kennt ihr ihn jetzt. Er hat also aus der Schweiz beim Amazon-Gewinnspiel mitgemacht und tatsächlich gewonnen. Da er am Mittwochabend allerdings auf einer Poolparty eingeladen war, schaffte er es nicht mehr rechtzeitig zum Gig und überließ mir somit seine 2 Tickets. Diese 2 Karten reichte ich allerdings weiter an gute Freunde von mir, da sie um einiges gespannter auf das Album waren als ich. Wie also kam der Denis doch noch auf das Konzert?
Das Glück, das ich an diesem Tag hatte, ist kaum in Worte zu fassen. Ich surfe also am Donnerstag etwa 3 Stunden vor Konzertbeginn auf Facebook rum und da fragt doch tatsächlich allen ernstes eine hübsche junge Dame, die ich vor Ewigkeiten aus irgendwelchen mir abstrusen Gründen addete (ich vermute mal wegen des zauberhaften Aussehens. :D), ob noch jemand Lust hätte mit ihr auf das Konzert zu gehen, da ihre Begleitperson abgesagt und sie somit noch eine zweite Karte übrig hat. Ich schreibe sie also an, mache mir die Karte klar und ziehe damit den Hass der anderen Leute auf mich, die sich nur wenige Minuten nach mir nach der Karte erkundigten. Denis war wieder im Geschäft sogar mit weiblicher Begleitung! So viel zur detaillierten Beschreibung, wie es mir überhaupt möglich war auf das Konzert zu kommen. Ich hatte wohl noch mehr Glück als die Gewinner der Gewinnspiele, denn schließlich habe ich ohne eines davon selbst zu gewinnen ganze 3 Karten klarmachen können. Glückspilz-Status, meine Freunde!
Springen wir mitten ins Geschehen, denn allzu viel aufregendes passierte davor nicht mehr (ich musste nur meine Begleitperson am Isartor abholen, da sie nicht direkt in München wohnt und somit die Location nicht fand). Casper spielte 2 neue Songs vom Album, die ich davor bei keinem YouTube-Mitschnitt gesehen hatte: “Auf und davon” und “Das Grizzly Lied”. Meine anfänglichen Versuche mir die Ohren zuzuhalten (man will sich ja nicht auch noch die wenigen unbekannten Songs vorweg nehmen lassen), gab ich nach relativ kurzer Zeit wieder auf, da ich mir unglaublich behindert vorkam. Es setzt also die Hook von “Auf und davon” ein und mit ihr das Stroboskoplicht, oder wie ich es nenne: Das Epileptikergerät! Nicht, dass ich einer wäre, aber allzu lang muss ich das auch nicht haben. Ich habe zu dem Song auf YouTube einen Mitschnitt in akzeptabler Qualität gefunden. Wer mich auf dem Video entdeckt, darf ruhig die Kommentarfunktion nutzen um mir die Stelle zu sagen und wenn er richtig liegen sollte springt eventuell etwas heraus:
Bei “Rock’n'Roll” gab es wie gewohnt wieder die “Wall of death” und ich war mittendrin. Noch nie drin gewesen, aber diesmal war ich dabei. Verstehe den Reiz daran leider immer noch nicht komplett, hat mir aber teilweise Spaß gemacht, wäre ich nicht von einem männlichen Wesen die ganze Zeit um die Hüfte herum festgehalten worden. Er dachte wohl, dass der große dicke Kerl ihn am Umfallen hindern könnte bei der pogenden Menge und er sich deshalb einfach mal an mir festhält. Hatte leicht etwas homoerotisches an sich und war mir ein kleines bisschen unangenehm, aber hey, was solls, so ein bisschen Körperkontakt kann ja nicht schaden. Allerdings nervte mich der selbe Kerl nur wenige Songs später erneut. Diesmal kam er auf die Idee, den großen dicken Kerl vor sich als Stütze zu missbrauchen (ich hoffe du liest das, ich fühle mich jetzt im Nachhinein richtig beschmutzt!). Also sprang er hoch und stützte sich auf meinen Schultern ab um länger in der Luft bleiben zu können. Auch hier wieder das leichte Gefühl der hom… Ihr wisst was ich meine. Andere hätten sich sicherlich umgedreht und ihn umgeklatscht, ich blieb cool und hab ihn einfach machen lassen. Wenn er dadurch glücklicher wurde, wieso sollte ich ihn an seinem Glück hindern?
Die Show ging insgesamt etwa 45 Minuten. 13 Songs standen auf der Setlist, darunter auch “Elefant” das kaum einer zu kennen schien, denn es wurde drastisch ruhiger was das Mitgerappe anging, und 2 Zugaben, die letzten Endes irgendwie doch 3 waren… Nach dem Konzert selbstverständlich noch auf the man himself Casper warten und Fotos machen. Also ich nicht, da ich gestellte Fotos generell nicht wirklich mag und wenn ich in der Position des Stars wäre, mich das auch unheimlich ankotzen würde. Will die Leute nicht noch mehr stressen. Händeschütteln reicht mir… Und außerdem habe ich doch noch mein Foto mit ihm bekommen, wie man unschwer oben erkennen kann!
Insgesamt also ein gelungener Abend
den ich komplett für Lau miterleben durfte. Zwei Kritikpunkte fallen mir allerdings noch ein. Zum einen gab es keinen Merchandise-Stand. Sehr schade, denn ich wollte mir das Album bereits an dem Abend zulegen, so kam ich erst am Freitag dazu (mal davon abgesehen, dass man es sich gleich signieren lassen hätte können). Zum anderen die unglaublich dummen Fans, die bei der Ankündigung des Songs “Michael X” wie zurückgebliebene Leute irgendetwas reinbrüllen. Dass ihr euch nicht schämt und nicht einen Funken Anstand habt! Sollte ich einen davon mal erwischen, werde ich ihn einen Aufsatz über Hinduismus schreiben lassen, versprochen!
Mir bleibt nur zu sagen, dass ich mich sowohl bei Fab als auch bei Lisa für die Karten bedanke und dass ihr beide mir einen sehr schönen Abend geschenkt habt. Vielen, vielen Dank! Voraussichtlich werde ich bei seinem Tourstopp im Oktober in Augsburg wieder anzutreffen sein, weil er aus mir unerklärlichen Gründen nicht mehr im Münchener Backstage spielt (der 6.10. war doch schon angekündigt, liebe Landstreicherbookingleute….). Vielleicht sieht man sich ja dort. Bis dann.
P.S.: Die Qualität der Bilder entschuldigt ihr, aber ich ließ meine Kamera daheim und war somit auf Handyaufnahmen angewiesen. Und noch einmal Danke an Lisa für ihre Bilder die sie mir zur Verfügung stellte!
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