Coke Sound Up Festival [Bericht]
Am 02. Oktober 2011 fand in Berlin am Brandenburger Tor das Coke Sound Up Festival statt.
Das Fest zum Tag der deutschen Einheit bildete den krönenden Abschluss des Coca Cola Festival Jahres, in dem es insgesamt 40 Konzerte powered by Coca Cola gab.
Zum 125. Geburtstag von Coca Cola veranstalteten diese 6 Coke Sound Up Shows in 6 verschiedenen Städten und luden nationale sowie internationale Künstler ein, darunter zum Beispiel
N.E.R.D, Good Charlotte und Culcha Candela ein.
In Berlin wurde eine gebührende Abschlussfeier dieser Shows gespielt, mit über 750.000 feierwütigen Fans, sowie Mando Diao, Culcha Candela, Sunrise Avenue, Jennifer Rostock, One Night Only, und Jenix.
Doch auch für die Kunstinteressierten war was dabei, denn Klub 7, Johannes Timpernagel und Clemens Behr, die sich mit diversen Arten der Street Art und des Graffiti befassen, haben live vor Ort eine ungefähr 10 Meter hohe Glaswand verschönert, das “Happines Monument”.
Warum gerade Berlin der passende Ort für das Event am Tag der deutschen Einheit ist, fasste Sunrise Avenue Frontmann Samu Haber in den passenden Worten zusammen: ” Es gibt keinen besseren Ort als Berlin für dieses Festival an diesem besonderen Tag”.
Wer also Zeit hatte, konnte sich auf dem riesigen Gelände, das vom Brandenburger Tor die nahezu gesamte Straße des 17. Juni hinunter ging, zum Nulltarif (der Eintritt war umsonst!) einen angenehmen, sonnigen Tag machen und nebenbei der schönen Musik des Line-Ups lauschen.

Organisatorisch ließ das Festival leider einige Lücken offen.
Angefangen vom knapp 2 Kilometer langen Umweg, den man von der U-Bahn-Station bis hin zum Eingang in Kauf nehmen musste, bis hin zum Manko, dass körperlich eingeschränkte Menschen an diesem Tag alles andere als Spaß hatten.
Wir sprachen mit einer betroffenen Dame, die uns erklärte, dass sie (im Rollstuhl sitzend) sich durch die Menschenmassen auf dem Weg zum Eingang und auf dem Gelände selbst quälen musste.
Auch gab es keine Chance für sie, die Künstler bzw. die Bühne außerhalb der großen Leinwände zu sehen, von den fehlenden behindertengerechten Toiletten wollen wir gar nicht erst reden.
Einer körperlich behinderten Frau wurde es weder möglich gemacht, schnell und unkompliziert den Platz zu erreichen noch wurde ihr die Chance gegeben die Bühnenshow zu genießen. An dieser Stelle waren wir sprachlos.
Von der Bühnenshow lässt sich allerdings nichts schlechtes berichten. Die Künstler hatten genügend Platz um sich auszutoben und der Sound war von hoher Qualität. Wir haben einige Besucher gefragt, die aus Hessen oder auch dem Saarland angereist waren, und nur positives Feedback erhalten. Sie waren hellauf begeistert. Die Tatsache, dass sie so lange laufen mussten, dass sie keine Sitzplätze hatten und nichts gesehen haben, machte ihnen nichts aus. Sie haben gefeiert, mit den Künstlern mitgerockt und sich von nichts und niemandem die Laune vermiesen lassen.
Noch dazu gab es viele Stände, die einem das typische Jahrmarkt-Feeling gaben. Von Eiscreme, über Crêpes, Currywurst oder auch Cocktails bis hin zu einem Riesenrad, mit dem man einwandfrei einen Überblick über das gesamte Gelände hatte, blieben wohl kaum Wünsche offen. Die Gäste fühlten sich wohl und hatten viel Spaß und das ist im Endeffekt alles was zählt.
Fazit: Gute Bühnenshow, toller Sound, einwandfreie Verpflegung aber organisatorisch leider eine Enttäuschung.
[Geschrieben von: Lisa & Elle.]
Tags: Berlin, Coca Cola, Coke Up Sound, Culcha Candela, Festival, JENIX, Jennifer Rostock, Sunrise AvenueKommentare
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