Kool Savas – Aura

Releasedate: 11. November 2011
Label: Essah Entertainment (Groove Attack)
Spieldauer: 35:00
Homepage: Kool Savas Homepage
 

Tracklist:

01. Interlude
02. Intro / der letzte meiner Gattung
03. und dann kam Essah
04. Aura
05. Nie mehr gehn
06. Nichts bleibt mehr feat. Scala Chor
07. optimale Nutzung unserer Ressourcen
08. die Stimme
09. Stampf
10. King of Rap / Ein Wunder
11. Echo feat. Olli Banjo
12. LMS 2012 präsentiert von Xavier Naidoo & Kool Savas

Und dann kam Essah!

Bevor ich mir nun eine passende Einleitung zu einem so lang erwarteten Album des King of Raps überlege, belasse ich es bei diesen vier Worten. Denn wenn wir ehrlich sind, möchte niemand mehr lesen, dass Kool Savas der absolute Meister auf seinem Fach ist, Deutschrap revolutioniert hat und mit “Aura” ein Meisterwerk erschaffen hat. Das ist, denke ich, jedem Deutschrap-Head bewusst.

Fangen wir also gleich mit den Fakten an. Der 11.11.11 war nicht nur das beliebteste Hochzeitsdatum dieses Jahres und der Beginn der Karnevalszeit, nein dieser Tag wurde auch von dem ein oder anderen Künstler als Releasedatum neuer Platten auserwählt. Betrachtet man jedoch einmal die Verkaufszahlen und die Aufmerksamkeit anderer an selbigem Tag erschienen Werke, so wird schnell klar, dass man im Nebel leicht untergeht wenn man am selben Tag wie King Kool Savas releast.

Mit 12 Tracks inklusive Intro und Interlude kommt S.A.V. also bei seinem erst dritten Soloalbum um die Ecke. Und ja, es stimmt, diese umschriebene und oft diskutierte Aura die ihn umgibt, packt den Hörer ab Sekunde eins und lässt einen bis zu den letzten Takten des Albums nicht mehr aus seinem Bann. Es ist zwar mittlerweile ein wenig zur Gewohnheit geworden, vom Interpreten zu hören, dass er der King auf seinem Gebiet ist und dass nach ihm nichts mehr kommt, weil er den besten Flow, Style etc. hat -

In dem Land hier gab es keine Beats, keine Rhymes, keine Texte, die du liebst oder feierst, nicht mal einen echten Rapper, und dann kam Essah! -

Kool Savas - Aura

jedoch ist es durchaus ein Pluspunkt, dass Herr Yurderi sich auch von einer emotionaleren und persönlicheren Seite zeigt. Hört man sich zum Beispiel den Track “Die Stimme” an, so setzt sich der Protagonist mit dem anfänglichen Ärger über seine zur damaligen Zeit sehr hohen Stimme auseinander und gibt so ein Stück Privatsphäre preis, mit dem sich der ein oder andere Hörer wohl durchaus identifizieren kann.
Auch auf “Nichts bleibt mehr” wird es tiefgründiger. Savas ließ die Einleitung von seinem Vater einsprechen, der ihm eine Lebensweisheit mit auf den Weg gibt, wonach er deutlich macht, dass er, egal was noch kommen mag, sich von nichts und niemandem unterkriegen lässt. Klar ist es wieder einer dieser Kopf-hoch-Songs, doch durch die eingängige Interpretation von Savas und der wunderbaren Unterstützung des Scala Chors hebt er sich von der breiten Masse ab und zeigt Ohrwurmcharakter.

Wirft man einen Blick auf die Featuregäste, so fällt die Liste eher gering aus. Da hätten wir zum Einen den eben erwähnten Scala Chor, sowie zum Zweiten einen Olli Banjo, der einen Part auf “Echo” beisteuert. Gut durchdacht und keinesfalls störend, denn kein anderer würde an die Technik und gut durchdachte Reimstruktur von KKS rankommen. Der wohl am meisten erwartete Track des Albums ist aber “LMS 2012″, der von Kool Savas und Xavier Naidoo präsentiert wird. Stand “LMS” zu des Meisters Anfangszeiten noch für “Lutsch meinen Schwanz”, so wurde die Abkürzung kurzerhand zu “Last Man Standing” abgewandelt. Wer auf dem ersten Blick noch Augen über diese Kombination macht, der wird nach dem ersten Hörgang eines besseren belehrt. Für 2012  ist sogar eine weitere Zusammenarbeit des Balladenkönigs Naidoo und dem König des Raps a.k.a Kool Savas geplant, auf die man sich freuen darf.
Wer jedoch keine Lust auf fast schon melancholische Tracks hat, der bekommt auf “King of Rap/ Ein Wunder” die volle Battlepower auf einem tanztauglichen Beat geliefert.

Wirft man zum Schluss noch einen Blick auf die Produzenten des Albums, so stößt man auf hochrangige Namen der Produzentenelite. Neben Haus & Hof-Producer DJ Sir Jai finden wir Savas’ Wegbegleiterin Melbeatz, sowie DJ Smoove, Baltar, Jerrycanists, Hätrz, Sinch, Ken Kenay und 7inch. Bei jeder anderen Auswahl würde das Gesamtkonzept schnell ins Wanken geraten, doch trotz der vielen unterschiedlichen Produktionen bleibt “Aura” ein wunderbar stimmig ausproduziertes Werk.

Abschließend bleibt zu sagen, dass “Aura” ein Album ist, welches man ohne skippen und Langeweile komplett durchhören und feiern kann und das wohl jeder Rapfan in seiner Sammlung haben sollte, denn egal, was der King macht, es wird zu Gold!

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Dies ist nur ein GravatarGeschrieben von:

Cool Kids can't die. I killed youth!

Tags: , , 140 Zeichen, Featured, National | 29. November 2011

Kommentare

  • MagicOtac sagt:

    Das Album ist eine einzige Enttäuschung, er kann nicht behaupten der beste zu sein wenn er so ein Dreck releast -.-

    Celo & Abdi – HJ 2012 !

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  • RR sagt:

    “Abschließend bleibt zu sagen, dass “Aura” ein Album ist, welches man ohne skippen und Langeweile NICHT komplett durchhören und feiern kann und das wohl keine Sau in seiner Sammlung haben sollte, denn egal, was der King macht, es wird nicht immer ein Klassiker!”

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  • joneez sagt:

    Ich wette, dass ihr das Album nicht mal durchgehört habt, denn sonst würdet ihr nicht einen solchen Scheiss posten. ;)

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