BlowUp!-Jam [Konzertbericht]
Wie beschreibt man den wohl gefühlt besten Abend seines Lebens? Genau, mit einer Jadakiss-Lache! *Hahaaaaa*
Die BlowUp!-Jam in Crailsheim am Samstag war einer dieser verrückten Abende, in der zu viel passiert ist um in einem normalen Gespräch alles zu erzählen. Man würde mir nicht glauben und mich für verrückt erklären, so viel wie da passiert ist.
Angefangen hat alles mit einem halben Herzinfarkt, als ich 20 Minuten nachdem der Zug bereits abgefahren hätte sein müssen immer noch im Münchner Hauptbahnhof stand. Und dann auch noch anstatt eines ICE einen dreckigen IC aufgrund von “ausgelasteten Zugkapazitäten”. Ist recht Deutsche Bahn. Und letztens kam erst in der S-Bahn die Durchsage: “Es dauert einen Moment. Bei der Bahn vor uns wird nach einer Ablöse gesucht. Wir haben momentan Fahrermangel!” Ganz großes: Arschlecken!
Ich also gleich mal eine Stunde zu spät, aber der Kollege Jan wartete natürlich Gentlemanlike am Bahnhof auf mich, nur um mir gleich nach meiner Ankunft an den Kopf zu werfen: “Du sprichst mit dem Taxifahrer, du bist der älteste von uns!”
Taxi geklärt – Benzer, was sonst? – 10 Euro weit gefahren und direkt vor der Sporthalle Ingersheim gestanden. Der in schwarze Folie eingewickelte Zaun trennte Welten. Hier traf nicht nur eine HipHop-Jam auf das DFP-Pokalfinale, nein, hier traf Denis auf Bier und Hustenbonbons, Jan auf Basarhändler die ihm T-Shirts andrehten und hier trafen auch gleich die zwei schönsten Blogger ein, die Deutschland zu bieten hat. Wir waren angekommen und spürten die Macht. Unsere Logos auf den Flyern – wir lebten den Traum!
Die Kontrolle machte etwas Stress und nachdem ich kurz davor war den Dude mit dem grünen Bändchen hochzunehmen, weil ich dachte er will mich befummeln – nein Dude, alles korrekt! Ich weiß du wolltest nur das Bändchen um meine Hand legen, alles cool – ging es auch schon voll los. Kaum angekommen schon der erste Verwirrte Fan.
“Bist du FiST? Ich weiß nämlich nicht wie er aussieht und auf deinem T-Shirt steht FiST!” Nachdem ich ihm glaubhaft versicherte, dass ich durchaus DER FiST bin und auch wirklich gerne fiste und ihm diverse Fistingvarianten erklärte, wurde es Zeit für das erste Hustenbonbon. Jetzt wo ich FiSTs Reputation endgültig kaputt gemacht hatte, gab es sowieso nichts mehr zu verlieren, also das blaue Ding aus der Verpackung gerissen und eingeworfen. Zusammen mit dem Bier dort gab das eine grausame, unheilvolle Mischung, die auf 2 Videos festgehalten wurde und die mich die nächsten 10 Stunden begleiten sollte. Let the show begin!
Die ersten Klänge drangen aus der Halle, wir also rein da und erstmal ob der Zuschauermenge schockiert. Eine schulklassengroße Menge Leute tummelte sich in der Sporthalle vor der Bühne. Da muss nächstes mal definitiv mehr gehen, und wenn wir die Leute am Ende umsonst reinlassen, Bier kaufen sie sowieso alle!
Auftritt von Morelove Rec. war ok, Sound nicht der allerbeste, aber egal, wir wollten roughe Mutterficker sein.
Eine Raucherpause später standen wir schon Weekend gegenüber in Begleitung von “Wer isn das? Aaaaach”-emkay. Schöner Auftritt und das VBT-Special am Ende: Groß!
Und das ist dann auch so langsam der Zeitpunkt gewesen, an dem mein gefühlt zehntes Bier zu wirken anfing und ich mir nicht mehr ganz so sicher bin, ob direkt danach FiST & Maxat auf die Bühne kamen. Egal aber auch, denn irgendwann waren die beiden jedenfalls auf der Bühne, mein Pegel so gut dass ich Jadakiss-lachend rumrannte, Paranoia schub weil mich alle anguckten und mitrappte. Und ich fühlte den Scheiß! Jungs, Danke für den Auftritt. Grandios!
Nach dem Auftritt habe ich nur noch am Rande einen DCVDNS und Morlockk Dilemma mitbekommen, meine Headliner haben ihre Show abgeliefert und verkauften am Merchstand ihre Shirts, also wozu noch länger in der Halle bleiben? Es wurde Zeit für ein I <3 Wochenende-Shirt!
Nun kurz einige beschreibende Worte zu emkays Verkaufstalent:
emkay: “Wollt ihr ein Shirt? Pass auf, ich mach euch 2 für 22!”
Ich: “2 für 20 und ich kauf sie!”
emkay: “2 für 20? Warte, dass muss ich mit dem Chef absprechen!” zu Weekend: “2 für 20, geht das klar?”
Weekend zu emkay: “2 für 20? Spinnst du? Da mach ich ja kein Gewinn!”
Weekend zu uns: “Jungs, 2 für 25!”
Ich: “Ok, gekauft!”
Ich erleichterte nicht nur mich um mein hart angespartes Sparschweinmoney, sondern auch Freund Jan. Egal, dieses T-Shirt sollte uns Stunden später draußen am kalten Bahnhof noch das Leben retten!
Der Rest des Abends läuft in meinem Kopf wie ein ultrakrasser Teeny-Actionfilm ab, in dem man viel zu früh von der Party geht, man aber im McDonalds noch seine Idole trifft die einem sogar das Gästezimmer in Gelsenkirchen anbieten – nächstes mal werde ich es dankend annehmen Weekend! – anschließend in einer wilde Überlebensjagd durch die kalten Straßen Crailsheim landet und der irgendwo beim illegalen Einbrechen in dastehende Züge ihren Höhepunkt findet. Ganz abgesehen von dem Typ, der sich von Jan ein Taxi rufen lassen wollte, dem aber nicht ganz klar war dass 50km durchaus um die 70€ kosten können.
Mein Fazit: Jan ist einer der krassesten Typen hier auf der Welt, Crailsheim bietet durchaus Action und Herzrasen und sollte es eine zweite BlowUp!-Jam geben, bin ich sowas von wieder mit am Start!
Ach, ich habe übrigens die vollkommen krasse Freestylecypher im Hof vergessen, in der Lines wie “Koka dealen auf Klokabinen” und irgendwas mit “Sofa liegen” fielen! Und Georg Maier mit AI! Auch ein ultrakaputter Dude, der aber ziemlich korrekt drauf war und mich zusammen mit 4 anderen für den DJ hielt. Neben den 2 anderen Idioten die mich für FiST hielten. Egal, Max, Georg, ihr seid korrekte Gringos! Hoffentlich sieht man sich nächstes mal wieder.
Den Abend aus Sicht von Jan könnt ihr auf seinem Blog nachlesen.
Tags: BlowUp, DCVDNS, FiST, Maxat, Morlockk DilemmaKommentare
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Vielen Dank für diesen Artikel, war sehr informativ für mich
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